Tarifvertrag nahverkehr hessen

By 5 août 2020 Non classé

Verdi ist sehr sensibel für die Interessen der Unternehmen. In der Präambel des Verdi-Vertrags 2014 mit dem hessischen Nahverkehr heißt es beispielsweise: « Dieser Tarifvertrag zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der Verkehrsbetriebe zu schaffen und zu erhalten. » In diesem Zusammenhang wurde auch der öffentliche Verkehr dezimiert. Eine Werbebroschüre für das Frankfurter Verkehrsunternehmen traffiQ beschreibt, wie der Busbetrieb seit Ende der 1990er Jahre gestrafft wurde. Im Jahr 2001 sei beschlossen worden, « den Betrieb von der Gemeinde an einen waffenreichen lokalen Auftragnehmer auszulagern, der dann den Busbetrieb in fünf auf kleine und mittlere Unternehmen zugeschnittene Bündel zusammenführte. Eine Härtefallklausel ermöglicht es Unternehmen im Geschäftsbankensektor, vorübergehend von kollektiv vereinbarten Standards abzuwählen, wenn sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens stark verschlechtert hat und eine erhebliche Anzahl von Arbeitsplätzen gefährdet ist. Die maximale Veränderung darf 8 % des festgelegten kollektiven Standards nicht überschreiten. Der Betriebsrat sowie die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di) und der arbeitgeberverband der privaten Bankengewerbes (AGV Banken) müssen dem Antrag der Geschäftsführung zustimmen, damit die Ausnahmeregelung in Kraft tritt. Ergebnisse aus ökonometrischen Analysen, die sich entweder auf IAB- oder IW-Daten stützen, wie Bellmann/Möller 2005, Strotmann 2005 und Lesch/Stettes 2008, können den Hintergrund der verschiedenen VPS veranschaulichen. Die Studien deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Gewinnbeteiligungssystem einzuführen, mit der Unternehmensgröße – im Hinblick auf die Zahl der Beschäftigten – oder der Anteil hochqualifizierter Arbeitskräfte steigt. Darüber hinaus erhöht die direkte Beteiligung der Arbeitnehmer an der Entscheidungsfindung über leistungsfähige Arbeitssysteme wie Teamarbeit und die Übertragung von Autorität und Verantwortung an einzelne Arbeitnehmer die Bereitschaft der Unternehmen, Gewinnbeteiligungssysteme anzubieten.

Dasselbe gilt für Unternehmen, die in eine Konzern- oder Holdingstruktur integriert sind und über überlegene Leistungsbilanzen verfügen.